Schluss mit KI-generierten Textwänden in Gesprächen.
Eine riesige KI-generierte Antwort in einen Chat oder eine E-Mail zu klatschen, wo ein Mensch einen Satz schreiben würde. Das zerstört das Medium selbst. Niemand schreibt Aufsätze in Slack. Es geht nur, weil man KI-Text per Copy-Paste reinkippt.
Das ist, als würdest du jemanden anrufen und fragen "Wann ist das Meeting?", und er liest dir eine 10-seitige Analyse über Best Practices im Kalendermanagement vor. Du hast eine simple Frage gestellt. Geantwortet wurde mit einem Dokument.
Wer einen KI-Aufsatz wollte, hätte ChatGPT selbst gefragt. Man hat dich gefragt, weil man dein menschliches Urteil wollte.
Es stiehlt dem Empfänger die Zeit und killt das Gespräch. Er verbringt 20 Minuten damit, den einen Satz herauszupulen, den du gleich hättest liefern sollen. Selbst wenn deine Antwort technisch korrekt ist, ist das Format ein Affront gegen die Art, wie Menschen kommunizieren.
Schlimmer noch: Es ist ein Gesprächskiller. Es gibt nichts, worauf man antworten könnte. Deine Textwand erstickt den Dialog. Niemand kann erwidern, widersprechen oder nachfragen. Es ist eine Waffe, getarnt als Hilfsbereitschaft.
Nutze KI, um Dinge klarer zu machen, nicht länger. Lass sie dein Denken schärfen, nicht ersetzen.
Oder wie Jean Baudrillard gesagt hat:
„Wir leben in einer Welt mit immer mehr Information und immer weniger Bedeutung."